Es war ja für viele schon ein Schock, dass plötzlich das geliebte schnurlose Telefon zu Hause einfach abgehört werden kann. Dazu benötigt man eine modifizierte DECT-Laptop-Karte und die passende Software auf dem Laptop und schon kann man leicht alle unverschlüsselten Haus-Telefonate ebenso wie die von Geschäften und Firmen abhören. Den nach dem DECT-Standard kann zwar das Telefon das Gespräch zu Basisstation verschlüsselt senden, aber das muss es nicht.Und wer bisher meinte hier sicher vor dem Abhören zu sein, der wünscht nun doch lieber ein Telefon mit der guten alten Strippe.
Warum einige Hersteller auf eine derartige Verschlüsselung verzichten mag an an Kosten liegen, da so etwas immer auch mit einer zusätzlichen Prozessorleistung verbunden ist, welche sich dann wieder in höheren Kosten für den Prozessor bemerkbar macht.
Auch wenn viele nun meinen, so leicht geht das ja gar nicht mit dem Abhören, bleibt ein ungutes Gefühl.
Wie sich bisher herausgestellt hat, ist Siemens wohl der einzige Hersteller, welcher schon seit längerem seine DECT-Telefone standardmäßig mit einer DECT-Verschlüsselung ausstattet, wie auch die aktuellen Modelle Siemens Gigaset SL785, Siemens Gigaset E495 und Siemens Gigaset C595. Auch das mit der Fritz-Box ausgeliefert FritzFon MT-D von AVM benutzt die DECT-Verschlüsselung ebenso wie das Avena 357 von Swissvoice und das iDECT X2i.
Enttäuschend sind hier die sonst so gut ausgestatteten asiatischen Hersteller, wie Panasonic. Zwar möchte man in Zukunft die DECT-Verschlüsselung einbauen, aber die bisherigen Modelle wie das Panasonic KX-TG8421 und das Panasonic KX-TG6421 haben diese nicht eingebaut. Ebenso fehlt unter anderem die DECRT-Verschlüsselung beim Audioline Nova 580 und Hagenuk Accento 405.
Wollen wir mal hoffen, dass hier bald alle Hersteller nachlegen.
Gruß,
Joaquín